Bewegungsmangel oder Sport als "Medikament"

Wenn Sie Ihre Freizeit nur vor dem Fernseher, Computer oder im Sessel verbringen und sich nicht regelm√§√üig k√∂rperlich bet√§tigen, erh√∂ht dies Ihr Risiko eine Einengung der Herzkranzgef√§√üe zu bekommen um den Faktor zwei bis drei, also √§hnlich als wenn Sie rauchen w√ľrden

  • Man kann es aber auch positiv formulieren : treiben Sie regelm√§√üig Sport und Ihr Risiko reduziert sich !
  • Ihr Risiko zu erkranken ist bei regelm√§√üiger sportlicher Aktivit√§t nur etwa halb so hoch !

Körperliche Aktivität als "Medikament":

  • sie senkt das Risiko vorzeitig zu sterben
  • sie senkt das Risiko vorzeitig wegen einer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe zu sterben
  • sie vermindert die Erkrankungswahrscheinlichkeit an Diabetes mellitus
  • sie hilft, die Entwicklung eines hoher Blutdruck zu vermeiden
  • sie hilft, eine bestehende Erh√∂hung des Blutdruck zu senken
  • sie hilft, die Entwicklung von Darmkrebs einzuschr√§nken
  • sie hilft, die Entwicklung von Angstgef√ľhlen und einer Depression zu vermeiden
  • sie hilft, das Gewicht zu kontrollieren
  • sie bildet und erh√§lt kr√§ftige Knochen, Muskeln und Gelenke
  • sie sorgt f√ľr psychisches Wohlbefinden

 

Wenn es ein auch nur ähnlich wirksames Medikament auf dem Markt gäbe,
Presse, Funk und Fernsehen w√ľrden √ľberschw√§nglich dar√ľber berichten!

Also packen Sie es an! Nebenwirkungen sind bis auf Muskelkater gering, wenn Sie es vern√ľnftig betreiben.
Wenn Sie jedoch seit Ihrer Schulzeit sportlich praktisch nicht mehr aktiv waren und √ľber 35 Jahre sind, sollten Sie sich bei Ihrem Arzt zu einem Checkup und einem Belastungs-EKG anmelden, damit festgelegt werden kann, wie Sie sich belasten k√∂nnen.
Wenn Sie Herzpatient sind, fragen Sie Ihren Arzt nach Ihrem Trainingspuls und Ihrer Belastbarkeit.
Jetzt m√ľssen wir noch kl√§ren, welche Aktivit√§ten Sie wann wie lange und mit welcher Belastung durchf√ľhren sollen.

 

 

Die richtige Bewegungsdosis:

wie oft körperliche Aktivität?

möglichst an allen Tagen in der Woche !


(mindestens 3x / Woche)

wie lange soll ich mich belasten ?

mindestens 30 Minuten lang/Einheit
 (auch 3x10 min geht)

welche Belastung, welche Herzfrequenz ?

niedrige Belastung 
 (60-70% Ihrer maximalen Pulsfrequenz)

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Die Frage nach dem wie oft, wie lange, welche Belastung will ich genauer betrachten.
 Sie k√∂nnen nat√ľrlich nicht, nun jeden Tag 30 Minuten zum Joggen gehen. Das w√§re nicht nur unvern√ľnftig, Sie w√ľrden auch sp√§testens nach kurzer Zeit wegen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Blasen an den F√ľ√üen Ihr Vorhaben wieder aufgeben.
Sie m√ľssen auch Ihre (m√∂glichst t√§gliche) Aktivit√§t nicht am St√ľck erbringen, 3 mal 10 Minuten sind auch m√∂glich. Wenn Sie aber von Ihrer Aktivit√§t profitieren und einen Effekt auf Ihr Herzkreislauf-System erreichen wollen, sollten Sie pro Woche schon auf insgesamt 3 mal 30 Minuten Gesamtzeit kommen!
Also sammeln Sie Aktivitäten in Ihrem Tagesablauf:

  • Meiden Sie Aufz√ľge und Rolltreppen,
  • gehen Sie zu Fu√ü oder fahren mit den Fahrrad
  • Steigen Sie doch mal eine Haltestellen fr√ľher aus und gehen den Rest zu Fu√ü
  • Parken Sie Ihr Auto ein paar Stra√üen von Ihrer Arbeit weg und gehen den Rest
  • Gehen Sie viel spazieren, nehmen Sie Ihre(n) Partner(in) mit
  • F√ľhren Sie Ihren Hund aus - auch wenn Sie keinen haben (vielleicht nehmen Sie ja im Zeitalter des Internets einfach einen virtuellem Hund mit, wie w√§r‚Äôs mit Ihrem "inneren Schweinehund"?)

Pro Woche sollten Sie versuchen mindestens 1000 Kcal/Woche an körperlicher Aktivität zu erbringen, optimal wären 2000 Kcal/Woche. 
Wenn Sie ca. 6 Wochen Ihre 1000 Kcal/Woche schaffen und sich wie bisher ernähren, haben Sie nebenbei 1 kg Gewicht abgenommen!
 Sie sehen schon, es besteht ein enger Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, Ernährung und Kontrolle des Körpergewichts. Die beiden folgenden Tabellen sollen Ihnen ein bisschen dabei helfen:

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